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Bildcollage Eindrücke aus Rüsselsheim

Tourismus

Bild Teich im Ostpark Bild Impression Stadtpark

Verna-Park (Romantischer Stadtpark im Stil englischer Landschaftsgärten)

Vom Englischen Garten in München hat man gehört oder war schon dort. Kaum bekannt ist, dass sich ein ähnliches gartenbauliches Kleinod auch in Rüsselsheim verbirgt. Zwischen Parkschule, Maindamm und Innenstadt liegt der Stadtpark, nach den früheren Besitzern „Verna-Park“ benannt. Nachdem die Erben 1911 das Anwesen an die Stadt verkauften, wurde aus dem weitläufigen Privatgarten ein öffentlicher Park. Trotz vieler Veränderungen in seiner mehr als 140-jährigen Geschichte hat der Park einen spätromantischen Charakter bewahrt. Besonderheiten sind viele botanische Exoten, seine Kompaktheit und Lage mitten in der Stadt: Die schützende „Gartenmauer“ macht ihn ebenso einmalig wie die geringe Fläche, die doch alle wichtigen Merkmale einer Gartenanlage im späten englischen Stil beherbergt – eine sehens- und erhaltenswerte Miniaturausgabe großer Vorbilder.

Vom Privatgarten zum Verna-Park
Seitdem der herrschaftliche Garten in öffentliches Eigentum übergegangen ist, können alle Bürgerinnen und Bürger an seiner Schönheit teilhaben: Wo früher Wirtschaftsgebäude und Nutzgarten ihren Platz hatten, baute man 1914 die Parkschule. Zur gleichen Zeit bezog die Bürgermeisterei das Palais und blieb dort bis nach dem Zweiten Weltkrieg. Ab den Fünfzigern folgten weitere Neuerungen: wo ein runder Platz bereits das Zentrum des Landschaftsgartens bildete, errichtete die Stadt Rüsselsheim den Musikpavillon. Das Palais Verna wurde von der Polizei genutzt. In den Sechzigern erhielt die Schule einen Anbau, dem die noch erhaltenen Gewächshäuser weichen mussten. In den Siebzigern schließlich veränderte man geringfügig die Wegeführung, eröffnete in der Eremitage eine Altenbegegnungsstätte, legte einen Spielplatz an und baute das Vogelhaus. Im Palais zog nun das Ordnungsamt ein. Seit einigen Jahren versucht die Stadt Rüsselsheim, den Park wieder seinem ursprünglichen Zustand anzunähern: Obelisk und Sichtachsen wurden frei geschnitten, die Illusionsmalerei an der Burgruine erneuert, und die Fassade der 1994 bei einem Brand stark beschädigten Eremitage wurde wieder hergestellt.

Nach all den Jahren ist eins gewiss: weder Bomben noch Brände noch Bauarbeiten konnten dem romantischen Charme des Parks etwas anhaben. Und die Rüsselsheimer sehen das anscheinend genauso: Wo früher nur die Freifrau vom Verna flanierte, herrscht heute reger Betrieb. Bei den ersten Sonnenstrahlen tummeln sich Eltern mit Kindern am Teich und auf dem Spielplatz, Schüler benutzen den Park als Abkürzung und Angestellte verbringen hier ihre Mittagspause. Ob man sich der gartenbaulichen und kulturgeschichtlichen Tradition des Stadtparks nun bewusst ist oder nicht: Aus dem naturschwärmerischen Konzept des Landschaftsgartens ist in Rüsselsheim längst ein demokratisches Freizeiterlebnis geworden.

Führungen
Die Stadt Rüsselsheim bietet Führungen an, bei denen manches Geheimnis um den Stadtpark gelüftet und die Geschichte des Landschaftsparks erzählt wird. Der Preis beträgt pro Gruppe 35 Euro. Für Kinder und Schulklassen werden auf Nachfrage spezielle Führungen angeboten.
Kontakt:
Magistrat der Stadt Rüsselsheim
Hauptmann-Scheuermann-Weg 4
65428 Rüsselsheim
Telefon: 06142 / 83-29 50
E-Mail:
museum@ruesselsheim.de


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