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Bildcollage Eindrücke aus Rüsselsheim

Kultur

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KulturMuseum Sonderausstellung

Sonderausstellung

Ausstellung ab dem 12. Juni: Wo bleibt die Arbeit?

 


Eine Ausstellung rund um die Fabrik                                             

Buchstäblich rund um das riesige Areal des Opelwerks im Modellformat dreht sich diese Sonderausstellung des Stadt- und Industriemuseums und dabei zugleich um das Thema Arbeit. Wie hat sie sich verändert, seit der Wandergeselle Adam Opel von seiner Reise aus Paris zurückkam? Vor etwa 150 Jahren erreichte die industrielle Revolution Rüsselsheim. Unablässig wandelten sich seitdem die Bedingungen, unter denen Nähmaschinen, Fahrräder, Autos und Konsumgüter in Friedenszeiten, aber auch Kriegsgerät für die Rüstung des nationalsozialistischen Deutschland entstanden. Während die Produktion enorm anstieg, wurde die Arbeit im Werk zunehmend „unsichtbar“. Die aktuelle Entwicklung beschreitet den Weg zur „schlanken Produktion“.  Weitere Teile des raumgreifenden Werkes nutzt die „Fabrik auf Diät“ nicht mehr, so dass deren Umnutzung diskutiert wird. Aus dem historischen Zentrum der Automobilfabrik soll das neue Herz der Rüsselsheimer Innenstadt werden. Das Stadt- und Industriemuseum zeichnet in seiner Ausstellung die Entwicklung von der Werkstatt zur Fabrikstadt und schließlich zur „Neuen Fabrik“ nach.

Die Sonderausstellung ersetzt bis zur Neueröffnung des Südfügels die Abteilung zur Geschichte der Industrialisierung bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs. Öffnungszeiten: Di - Fr 9 - 13 Uhr und 14 - 17 Uhr, Sa und So 10 - 17 Uhr
Eintritt: Erwachsene 1,50 Euro und Kinder ab 6 Jahren 1 Euro (für das gesamte Museum).

 

 

Ausstellungen aus dem Jahr 2009

 

Ausstellungen vom  16. bis 26. Mai

Die Wurzeln der Aggression

Studierende entwerfen Visionen zur Museumsgestaltung

In einer Zusammenarbeit zwischen dem Stadt- und Industriemuseum Rüsselsheim und der Hochschule RheinMain, Studiengang Innenarchitektur, entstanden unter der Leitung von Prof. Reiner Wiesemes, Fach Ausstellungsarchitektur und Inszenierung, 30 interaktive Ausstellungskonzepte zur attraktiven und zeitgemäßen Neugestaltung des Museums. Schwerpunkt bildete die intensive Auseinandersetzung mit dem Ort und seiner ursprünglichen Bestimmung als Wehranlage. Für den Innenhof und das ehemalige Zeughaus entwickelten Studenten zum Thema „Aggression“ Raum- und Präsentationskonzepte in Form von Zeichnungen und Modellen. Sie verstehen das Museum als Treffpunkt für eine lebendige Diskussion gesellschaftlich relevanter  Fragen.

Ab dem 16.Mai werden die Arbeiten der Öffentlichkeit präsentiert. Um dem Besucher die Möglichkeit zu bieten, die Wirkung der Konzepte zu überprüfen, werden ausgesuchte Projekte parallel im Maßstab 1:1 umgesetzt und bespielt.

Am Tag der Eröffnung, dem Internationalen Museumstag, geben die Studenten und ihre Dozenten in Form von Übungen und Workshops Einblick in die unterschiedlichen Entwicklungsphasen des Entwurfsprozesses und stehen den Besuchern für Fragen zur Verfügung.

 

„Ode an den Trabant“ – Eine Sonderausstellung
in der Reihe „Der 9. November 1989 – 20 Jahre Mauerfall“

 

        

     

Der Traum von der unbegrenzten Mobilität wurde im Westen in gleichem Maß wie im Osten geträumt. Für die Ostdeutschen machte der Trabi die kleinen Fluchten aus dem realsozialistischen Alltag möglich: In der „Pension Sachsenruh“, dem Zeltdach auf dem „Volkswagen des Ostens“, war ein Übernachtungsplatz auch dann garan-tiert, wenn alle Ferienplätze des FDGB (Freier Deutscher Gewerkschaftsbund) be-reits ausgebucht und vergeben waren. Nachdem der Eiserne Vorhang im Herbst 1989 löchrig geworden war, wurde der Trabant auch auf den bundesdeutschen Landstraße und Autobahnen allgegenwärtig. Ein freundliches Begrüßungshupen zwischen Ost und West lieferte in den ersten Wochen nach dem Mauerfall die Be-gleitmusik zu den Entdeckungsfahrten der DDR-Bürger in den Westen. Doch das „Plaste-Auto“, auf das der Durchschnittsbürger jahrelang gewartet hatte, stand mit all seinen Schrullen nicht am Ziel ostdeutscher Konsumwünsche - und so wurde der Trabi schnell zum Auslaufmodell.

Zum Jahrestag des Mauerfalls stimmt das Stadt- und Industriemuseum Rüsselsheim mit seiner Ausstellung eine Ode auf den „Volkswagen des Ostens“ an und präsentiert zugleich Momentaufnahmen einer industriellen Kultur, die nach der Wende vollkommen verschwand. In einer packenden Bildreportage berichtet der niederländische Fotograf Martin Roemers aus dem Alltag der Arbeiterinnen und Arbeiter beim Automobilwerk Sachsenring Zwickau, die er in den letzten Monaten der Produktion in den Werkshallen portraitierte.  Eine kleine Präsentation von „Devotionalien“ und Objekten rund um die „Rennpappe“ ergänzt die eindrucksvollen Fotos aus den letzten Tagen des Trabant. Ein Vortrag von Achim Dresler, dem stellvertretenden Leiter des sächsischen Industriemuseums in Chemnitz zum „Mythos Trabant“ und eine vom Eigenbetrieb Kultur und Bildung ermöglichte Lesung mit Christian Führer, dem Pfarrer der Leipziger Nikolaikirche liefern zwei Höhepunkte im Begleitprogramm der Ausstellung.


Weitere Informationen:

Das Begleitprogramm zu der Ausstellung finden Sie im Veranstaltungskalender


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