Bauschheim
Zur Geschichte
Bauschheim wurde urkundlich erstmals im Lorscher Reichsurbar um 830 erwähnt, ist aber älter und als Siedlung während der fränkischen Landnahme entstanden. 1269 verkaufte Johannes de Meti die Hälfte des Dorfes an den Mainzer Richter Humbert zu Widder, der seinen Besitz einige Jahre später den Mainzer Nonnen von St. Klara zum Geschenk macht. Das Klarakloster war bis zum Jahr 1781 neben dem geistlichen Institut in Mainz, dem Deutschordenhaus und der Pfarrkirche Sankt Quentin einer der bedeutendsten Gutsherren des Ortes. In der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts erwarben die Grafen von Katzenelnbogen wichtige Hoheitsrechte und ausgedehnten Grundbesitz.
Später wurden die Landgrafen von Hessen die Herren des Ortes: 1571 erhoben sie den Zehnt und übten die Gerichtsbarkeit aus. 1771 ging der Zehnthof in den Besitz der Grafen von Isenburg über. In der Reformation traten die Bewohnerinnen und Bewohner des Dorfes zum protestantischen Glauben über. Nach der Zerstörung im Dreißigjährigen Krieg wurde die Bauschheimer Kirche 1669 wieder aufgebaut und, nach ihrem Abbruch, im Jahr 1712 als walmbedachter Saalbau an der Brunnenstraße neu errichtet. Der allmähliche Niedergang der Landwirtschaft führte zu einer grundlegenden Veränderung der Erwerbsstruktur, weil viele Bewohnerinnen und Bewohner nun ihren Lebensunterhalt in der nahe gelegenen Industrie verdienten. Als Konsequenz der Orientierung nach Rüsselsheim erfolgte 1970 die Eingemeindung Bauschheims mit zu diesem Zeitpunkt rund 2.900 Einwohnerinnen und Einwohner.
Heute...
...ist die Einwohnerzahl Bauschheims auf rund 5.800 angewachsen, davon leben rund 2.300 im Neubaugebiet "Am Weinfaß". Neben etlichen Kneipen, Gaststätten und Restaurants wird das Bürgerhaus als zentraler Veranstaltungsort rege frequentiert. Vereine decken fast alle Interessengebiete ab - von Musik bis zum Motorsport, vom Karneval der "Bauschheimer Narrenzunft" bis zur Kerb. Außerdem gibt es im Stadtteil Bauschheim eine Bücherei. Eine Besonderheit unter den Sportstätten ist die Niedrigenergie-Sporthalle, ein preisgekrönter Bau mit Solarnutzung und Wasserrückgewinnung.
In unmittelbarer Nähe der Sporthalle befinden sich der Kletterturm sowie ein Freigelände für Bogenschützen. Umsäumt sind die Sportanlagen vom Bauschheimer Wäldchen. Auf 15 Hektar lädt ein Trimm-Dich-Pfad mit 18 Stationen neben Spaziergängern auch Jogger und Walker in den Wald ein. Den Wald durchquert auch der Bauschheimer Rundweg, der auf attraktiven sechs Kilometern durch und um Bauschheim führt. Wer lieber Fahrrad fährt, kann auf gut ausgeschilderten Wegen zur Regionalparkroute radeln. Die Route führt die Pedalritter über die Mainspitze bis nach Mainz und bis nach Aschaffenburg.


